Hiller CDU erörtert Rekommunalisierung der Stromnetze

Versammlung erörtert Fragen mit dem Energieexperten Henning Probst

EnergieexperteHenning Probst
EnergieexperteHenning Probst
Herr Henning Probst, Fachmann auch in Sachen Energieversorgung, führte aus, dass der im bundesweiten Vergleich große und effizient aufgestellte Netzbetreiber, dem er (noch) vorstehe, derzeit keinen unüberschaubaren Risiken unterworfen sei.

Über die Rekommunalisierung der Stromnetze wird zur Zeit in vielen Stadt- und Gemeinderäten in OWL diskutiert. Auch die Hiller CDU befasste sich in ihrer letzen Versammlung mit diesem Thema.
 
Hier stellen sich die Fragen, so die Gemeindeverbandsvorsitzende Hanna Hartmann, welche Kosten und Gewinnschancen könne sie uns Hillern bringen?
 
Mit dem Referenten dieser Versammlung, dem Energieexperten Henning Probst, der als Energieexperte und nicht als offizieller Vertreter der E:ON Westfalen Weser AG geladen war, wurden diese Fragen erörtert.
 
Der Fachmann auch in Sachen Energieversorgung führte aus, dass der im bundesweiten Vergleich große und effizient aufgestellte Netzbetreiber, dem er (noch) vorstehe, derzeit keinen unüberschaubaren Risiken unterworfen sei. Dies gelte hinsichtlich zentraler technischer Parameter als auch bezüglich unkalkulierbarer Investitionen. Sofern letztere energiewendebezogen seien, wären die hierfür verwendeten Mittel in anderen Bundesländern und Regionen deutlich höher.
 
Auch die CDU Fraktion habe sich wiederholt mit diesem Thema befasst, erläuterte der stellv. Fraktionsvorsitzende Heinrich Schafmeier. In der Fraktion herrsche die Meinung vor, dass die Anteile der Gemeinde Hille gehalten werden sollten, wenn das Gutachten der externen Expertenkommission das Verhältnis von Chancen und Risiken positiv hinsichtlich der Chancen ausfällt. Ob darüber hinaus noch weitere mögliche freie Anteile an der neu zu gründenden Gesellschaft erworben werden sollten, ist mit Blick auf die hohe Verschuldung unserer Gemeinde noch zu prüfen und abzuwägen. Nach den Ausführungen in den regionalen Informationsgesprächen müssten diese Anteile dann nämlich mit 10% ihres Wertes direkt finanziert werden. 90% würden nach den derzeitigen Plänen über die KfW-Bank zinsgünstig finanziert. Über die Dividende dieser Anteile soll dann die Zinslast und das Darlehen dieser zusätzlichen Anteile getilgt werden.
Bei allen Risiken und Bedenken und wie man sich auch in der nächsten Zukunft der Frage der Rekommunalisierung der Stromnetze entscheiden wird, so wird erst die Zukunft zeigen ob diese Entscheidung richtig war.

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