Gruppe 60 plus im CDU Gemeindeverband Hille informiert sich über Gemeindefinanzen

Auch in Hille ist „ohne Moos nichts los“.

v.l. Heinz-Friedel Fabry, Björn Horstmeier und Heinrich Schafmeier gaben umfassende Informationen zur finanziellen Situation der Gemeinde Hille
v.l. Heinz-Friedel Fabry, Björn Horstmeier und Heinrich Schafmeier gaben umfassende Informationen zur finanziellen Situation der Gemeinde Hille
Die finanzielle Situation der Gemeinde sei sehr angespannt und um nicht in die Haushaltssicherung zu kommen, habe der Bürgermeister Plankosmetik betrieben. 600.000 Euro, die für die Finanzierung des Straßenbaubetriebes abzuführen sind, wurden auf die nächsten fünf Jahre verschoben. Dies bedeutet, dass für die Finanzierung Kassenkredite aufgenommen und neue Schulden gemacht werden müssen.

„Ohne Moos nichts los“, die Aussage dieses bekannten Slogans zog sich durch die Versammlung der Gruppe 60 plus im CDU Gemeindeverband Hille. Sie fand im Müllerhaus Südhemmern statt.
 
Der Sprecher der Gruppe 60 plus, Reinhard Jasper, konnte an diesem Nachmittag den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Heinrich Schafmeier begrüßen. Er informierte über die Haushalts- und Wirtschaftspläne der Gemeinde Hille sowie über Schuldenentwicklung und Steuererhöhungen in diesem Jahr.
 
Die finanzielle Situation der Gemeinde sei sehr angespannt und um nicht in die Haushaltssicherung zu kommen, habe der Bürgermeister Plankosmetik betrieben. 600.000 Euro, die für die Finanzierung des Straßenbaubetriebes abzuführen sind, wurden auf die nächsten fünf Jahre verschoben. Dies bedeutet, dass für die Finanzierung Kassenkredite aufgenommen und neue Schulden gemacht werden müssen, führte der Referent aus.
 
Zum Schuldenstand nannte Schafmeier einige Zahlen: Am Stichtag 31.12.2014 hatte unsere Gemeinde einen Bestand an Kassenkrediten von 8.1 Mio. Euro und für die gemeindeeigene GmbH von ca. 5 Mio. Euro. Sie sind in den letzten 5 Jahren entstanden und wurden für die Bezahlung von Gehältern und Sachkosten und nicht für Investitionen gebraucht wurden. 
 
Warum hat der Bürgermeister hier nicht mit geeigneten Maßnahmen reagiert, es war und ist seine Aufgabe, fragten die Christdemokraten.
 
Die Anwesenden erörterten den Schuldenstand und stellten heraus, dass besonders die hohen Kassenkredite Anlass zur Sorge geben, denn sie sind wie im Privathaushalt - schlichtweg Überziehungskredite. Wann will der Bürgermeister die wohl zurückzahlen?
 
Kritisch sahen die Christdemokraten auch den hohen Eigenkapitalverbrauch in den letzten 6 Jahren. Das schränkt die Handlungsspielräume einer Gemeinde ein und bringt sie nicht unbedingt weiter nach vorn.
 
„Auch in Hille ist ohne Moos nichts los“, sagte die Vorsitzende der Hiller CDU, Hanna Hartmann, „denn unsere Gemeinde kann sich nicht entfalten, wenn sie von einer hohen so Schuldenlast fast erdrückt wird. Hille braucht einen neuen Bürgermeister, der brauchbare Ideen entwickelt und andere Wege zur Verbesserung der Gemeindefinanzen geht. Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September haben wir alle die Chance, mit unserer Stimme dazu beizutragen, dass sich unsere Gemeinde weiter entwickeln kann“.

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