CDA Kreisvorstand (CDU-Sozialausschüsse) befasst sich mit den langfristigen Folgen der Corona-Pandemie

Welche Lehren ziehen wir aus dieser Krise?

Kreisvorsitzender der CDA Günter Obermeier
Kreisvorsitzender der CDA Günter Obermeier
Besonders verheerend sind die Folgen im Schulsektor, denn der monatelange Unterrichtsausfall im Klassenverbund war besonders für die Entwicklung der Kinder aus bildungsfernen bzw. sozialschwachen Haushalten dramatisch. Durch die nahezu komplette Schließung sind viele junge und berufstätige Eltern vor enorme Probleme und Herausforderungen gestellt worden. Verschärfend hinzu kommt die schon seit Jahren verschlafene Digitalisierung der Schulen. Bildung ist unsere wertvollste Ressource – dementsprechend sollten wir auch damit umgehen, fordern die CDAler. Gleiches gilt für unsere demokratischen Werte.

Der CDA Kreisvorstand (CDU-Sozialausschüsse) befasste sich in seiner letzten Sitzung mit den langfristigen Folgen der Corona-Pandemie. Alle waren sich einig, dass die Welt nach Corona wesentlich anders aussehen wird als vorher. Solange kein Impfstoff oder andere Medikamente diese Viruserkrankung erfolgreich bekämpfen können, wird sich die Gesellschaft weiter in einem unwirklichen Zustand bewegen. Hierbei hat Deutschland auf Grund seines hervorragenden Gesundheitswesens und der verantwortungsvollen Entscheidungen von politischen Gremien eine gute Ausgangsposition. Trotzdem sind auch in Deutschland die Folgen sowohl im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen als auch kulturellen Bereich überall sichtbar. Besonders hart hat es u. a. die Touristikbranche, die Fluggesellschaften, die Schausteller, die Messebauer und alle Kulturtreibende getroffen.

Doch welche Lehren ziehen wir aus dieser Krise? Viele Dinge, die man bisher vorsichtig nur andiskutiert hat, sind auf einmal Realität geworden. Homeoffice und E-Learning mussten sich etablieren und werden sicher auch nach Corona weiter, wenn auch in reduzierter Form, praktiziert. Beim Homeoffice muss sich eine neue Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entwickeln. Auch strukturelle Schwächen, wie fehlende Glasfaserversorgung im ländlichen Raum, sind dabei zu Tage getreten.

Besonders verheerend sind die Folgen im Schulsektor, denn der monatelange Unterrichtsausfall im Klassenverbund war besonders für die Entwicklung der Kinder aus bildungsfernen bzw. sozialschwachen Haushalten dramatisch. Durch die nahezu komplette Schließung sind viele junge und berufstätige Eltern vor enorme Probleme und Herausforderungen gestellt worden. Verschärfend hinzu kommt die schon seit Jahren verschlafene Digitalisierung der Schulen. Bildung ist unsere wertvollste Ressource – dementsprechend sollten wir auch damit umgehen, fordern die CDAler. Gleiches gilt für unsere demokratischen Werte.

Ein weiteres Thema ist die Überlastung im Gesundheitswesen, hier besonders in der Pflege. Corona hat uns einerseits erneut den Fachkräftemangel vor Augen geführt und zugleich, welchen wichtigen gesellschaftlichen Stellenwert Pflegerinnen und Pfleger einnehmen – gerade in der emotionalen Extremsituation Quarantäne haben sie Außerordentliches geleistet. Pflegerische Berufe müssen eine deutliche Aufwertung erfahren, wenn wir vor dem Hintergrund des immer weiter fortschreitenden demografischen Wandels nicht langfristig in eine Katastrophe rutschen wollen, stellte der CDA Kreisvorstand heraus.

Das System der „bewussten Verantwortungslosigkeit“ in der Arbeitswelt, wie uns der Fall „Tönnies“ zeigt, ist durch Corona mal wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Das Beispiel Dänemark zeigt uns, dass es auch ohne Werkverträge und Leiharbeit geht. Leider hat auch das von der CDA geforderte Mindestlohngesetz hier nicht ausgereicht, um durch humane Arbeitsbedingungen die Arbeitnehmer zu schützen. Unsolidarisches Wirtschaften in Form nicht mehr vorhandener Tarifbindungen in Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften ist auf sehr krasse Art wieder einmal öffentlich geworden, so die Christlich-Sozialen.

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